Leistungsspektrum und Spezialgebiete

Leistungsspektrum

Im Rahmen Ihres Ordinationsbesuchs führe ich in entspannter Atmosphäre eine genaue Abklärung Ihrer Beschwerden durch. Wir besprechen die bereits vorhandenen Befunde, gegebenenfalls veranlasse ich notwendige weiterführende Untersuchungen.
Magenspiegelung (Gastroskopie), Dickdarmspiegelung (Coloskopie)

Vorsorgeuntersuchungen wie Gastro- oder Coloskopie führe ich ambulant, in besonderen Fällen auch unter stationären Bedingungen durch. Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit einer „sanften Endoskopie“ (Dämmerschlaf während der Untersuchung). Bitte beachten Sie, daß Sie vor einer Damspiegelung eine komplette Darmreinigung (Darmvorbereitung) benötigen, um eine hinreichende Aussagekraft der Untersuchung zu ermöglichen. Blutverdünnende Medikamente müssen in der Regel vor der Untersuchung abgesetzt bzw. auf alternative Präparate umgestellt werden. Gerne berate ich Sie in einem persönlichen Gespräch.

Neben meinen ausgewiesenen Spezialgebieten deckt meine chirurgische Expertise das gesamte Spektrum der Allgemein- und Viszeralchirurgie ab. Sofern technisch möglich und sinnvoll, führe ich die Operationen in minimal-invasiver Technik durch.

Nach erfolgter (chirurgischer) Therapie ist eine kontinuierliche Nachsorge „in einer Hand“, insbesondere im Rahmen der Behandlung von Tumorpatienten, von großer Bedeutung für das langfristige Behandlungsergebnis. Die regelmäßige Durchführung von Nachsorgeuntersuchungen gemäß einem standardisierten Nachsorgeschema nimmt hier einen zentralen Stellenwert ein. Gerne koordiniere ich Ihre individuelle Nachsorge entsprechend dem internationalen Standard.

Spezialgebiete

(Dickdarm, Mastdarm, Brustdrüse)

Seit 2009 bin ich Mitglied der „Colorectal Branch“ der international renommierten Studiengruppe ABCSG (Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group) und beschäftige mich schwerpunktmäßig mit der chirurgischen Behandlung von Patienten mit Darmkrebs (Dickdarmkrebs und Mastdarmkrebs). Interdisziplinarität, Umsetzung aktueller Studienerkenntnisse in der täglichen klinischen Praxis, aber auch aktives Engagement im Rahmen von nationalen wie internationalen wissenschaftlichen Studienprotokollen sind mir wichtig. Entsprechend dem internationalen Erfahrungsstand führe ich die Tumoroperationen am Darm in der Regel minimal-invasiv durch, wobei der onkologischen Sicherheit der Eingriffe immer oberste Priorität eingeräumt wird. Durch meine langjährige Tätigkeit in der Brustambulanz des Brustgesundheitszentrums an der Medizinischen Universität Wien habe ich auch eine weitreichende Erfahrung in der Behandung von Tumoren der weiblichen Brust. So zählt die Vorhersagbarkeit des Ansprechens auf präoperative Chemotherapie beim Mammakarzinom zu einem meiner zentralen wissenschaftlichen Interessensgebiete.

(Bauchfellkrebs)

Im Jahr 2011 wurde auf meine Initiative an der Medizinischen Universität Wien ein interdisziplinäres Zentrum zur Behandlung von Patienten mit Tumoren des Bauchfells (Peritonealkarzinose) etabliert. Der chirurgische Therapieansatz bei der Peritonealkarzinose hat die Entfernung sämtlicher Tumorherde im Bauchraum mittels „zytoreduktiver“ Chirurgie zum Ziel, gefolgt von einer therapeutischen Spülung des Bauchraums mit hyperthermer intraperitonealer Chemotherapie (HIPEC) am Ende der Operation, um verbleibende mikroskopische Tumorzellreste behandeln zu können. Hauptanwendungsgebiete des nach strengen interdisziplinären Indikationsrichtlinien zum Einsatz kommenden Verfahrens sind die Peritonealkarzinose bei Tumoren des Blinddarms (sogenannte muzinöse Neoplasien der Appendix oder „Pseudomyxoma peritonei“), des Dick- und Mastdarms sowie das peritoneale Mesotheliom. Die besten Langzeitergebnisse werden bei Patienten mit limitierter Peritonealkarzinose, bei denen eine komplette Entfernung aller Tumorformationen im Bauchraum gelingt, erzielt. Seit Oktober 2013 steht in Österreich als einem der ersten Länder der Welt eine Nationale Leitlinie zur Behandlung der Peritonealkarzinose mittels zytoreduktiver Chirurgie und HIPEC zur Verfügung, welche von der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgische Onkologie (ACO-ASSO) unter meiner Federführung erstellt wurde.

Link zum Artikel „Vielversprechende therapeutische Option bei Peritonealkarzinose“ (derstandard.at, 9.10.2013)
Pressemeldung Medizinische Universität Wien (7.10.2013)
Artikel „Stellenwert der CRS und HIPEC bei peritonealen Neoplasmen“
(M. Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulose/-itis)

Trotz der sich stetig verbessernden konservativen Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa besitzt die Chirurgie nach wie vor einen zentralen Stellenwert in der Behandlung von Komplikationen dieser Erkrankungen (Fisteln, Stenosen, Entstehung bösartiger Tumore). Ein Gutteil der Operationen im Bereich des Magen-Darm-Trakts, die von mir durchgeführt werden, entfällt auf Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Operationen bei Morbus Crohn-Patienten erfolgen stets so darmschonend wie möglich, um unnötige Darmresektionen und die Ausbildung eines Kurzdarmsyndroms zu vermeiden. Eine enge Kooperation mit Spezialisten aus der Gastroenterologie und das Ausschöpfen konservativer bzw. interventioneller Therapiemaßnahmen sorgen dafür, dass die Chirurgie nur in ausgesuchten Fällen zum Einsatz kommen muss.

Link zum Artikel „Stenosen bei Morbus Crohn: Endoskopie vs. Chirurgie“
(Hämorrhoiden, Analfissur, Analabszeß, Analfistel)

Erkrankungen der Analregion sind ein häufiges und vielfach tabuisiertes Problem. Die Therapie ist in der Regel jedoch wenig aufwändig und ohne Chirurgie möglich. Typisches Bespiel ist das Hämorrhoidalleiden, das in der Regel mittels ballaststoffreicher Ernährung sowie einer unterstützenden medikamentösen Therapie gut behandelbar ist. Bei Versagen konservativer Maßnahmen stehen jedoch verschiedene maßgeschneiderte Operationsverfahren zur Verfügung (HAL-RAR Methode, klassische Operation nach Milligan-Morgan sowie Hybridverfahren), die entsprechend dem individuellen Befund zum Einsatz kommen. Meine proktologische Expertise reicht weiters von Analfissuren über Analabszesse bis hin zur Therapie von komplexen, mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen assoziierten Analfistelsystemen.

Vortrag „Ursachen und konservative Therapie des Hämorrhoidalleidens“
Minimal-invasive Operationsverfahren sind in den letzten Jahren zunehmend zum chirurgischen Standard geworden. Bessere Kosmetik, schnellerer Heilungsprozess sowie kürzerer Spitalsaufenthalt sind die wesentlichen Vorteile der minimal-invasiven Operationstechnik. Wann immer möglich, führe ich Operationen daher in minimal-invasiver Technik durch, seit März 2015 auch in Roboter-unterstützter Operationstechnik (Roboterchirurgie, „robotic surgery“), welche insbesondere bei tiefsitzenden Mastdarmtumoren Vorteile gegenüber der konventionell-laparoskopischen Technik bietet. Allerdings kann aus verschienenen Gründen (technische Schwierigkeiten, unübersichtlicher Operationssitus, nicht gesicherte onkologische Radikalität) ein Umstieg auf eine offene Operation notwendig werden. Im Rahmen eines ausführlichen präoperativen Gesprächs informiere ich Sie gerne über Vorteile und Risiken der minimal-invasiven Chirurgie.